Kategorie: gute gesellschaft

SOS auf El Amal – das Making-of

Warum und vor allem wie ein Buch schreiben?

Diese Frage habe ich 45 Jahre mit mir herumgetragen. Eigentlich völlig unnötig, denn beantwortet war sie schon genauso lange. Natürlich schreibe ich dieses Buch. Es existiert ja längst – seit Jahrzehnten in meinem Kopf. Und immer wieder kam ein weiteres Puzzlestück hinzu.
Am Anfang stand eine Bildersammlung. Damals habe ich spiegelreflexfotografiert. Später entstand eine Datensammlung, damit in den dunklen Wirrungen meines Gedächtnisses nichts verloren geht. Es folgte eine SVCD, die bereits den Untertitel des späteren Buches trug. Überhaupt stand der Titel dieses irgendwann einmal entstehenden Buches von Anfang an fest.
Schließlich schrieb ich sogar einen Ausblick auf das fiktive Buch für mein 2008/2009 erschienenes Online-Magazin FROM.
Der letzte Auslöser, endlich anzufangen, war eine DVD, die neulich auf einem bunten Zeitschriftenheftchen klebte. Darauf: der DEFA- beziehungsweise DDR-Fernsehfilm “Fischzüge“, gedreht auf meinem Stammschiff ROS 308 “Walter Dehmel”. In diesem Moment wurde mir klar: jetzt oder nie!
Also begann ich, einfach loszuschreiben. Und sofort stellte sich die nächste Frage: Wer will die Geschichten eines einsamen Seemanns lesen? Die langen, oft eintönigen Tage auf See, fast ein halbes Jahrhundert zurückliegend?
Doch auch diese Frage war längst beantwortet: Ich selbst.

Dieses Buch ist zunächst ein Buch für mich. Eine Übertragung aus den Windungen des Gedächtnisses aufs Papier. Vielleicht eine Art Palimpsest – etwas, das überschrieben wird und dabei dennoch Spuren des Alten bewahrt. Die Geschichte schreibt zurück!
Damit war die erste Frage geklärt. Die nächste lautete: Wie schreibt man so etwas?
Auch darauf schien es nur eine Antwort zu geben: einfach anfangen. Der Rest ergibt sich unterwegs. Mit dem Untertitel “Ein Märchenbuch für Erwachsene” habe ich die Richtung vorgegeben. Es soll kein Logbuch werden und keine minutiös genaue Abfolge aller Ereignisse. Ich nehme mir erzählerische Freiheiten heraus, verdichte oder dehne Situationen, nicht beliebig, doch aber nach Gefühl und Erinnerung.
Und dann lag plötzlich ein Vorwort vor mir. Noch auf Papier geschrieben. Und dieses Vorwort schien mich förmlich anzuschreien: Mach weiter.
Trotzdem zögerte ich. Ich nahm die ersten Zeilen und gab sie in eine Suchmaschine ein. Ich wollte wissen, ob es etwas Vergleichbares bereits gibt. Offenbar nicht.
Also stellte ich eine weitere Frage: Was denken Maschinen darüber?
Zuerst bluffte mich die KI an. Sie erklärte, sie sei nur meine persönliche Version und keine Maschine, könne aber viel mehr. Also ließ ich sie machen. Sie korrigierte zunächst Rechtschreibung und Grammatik, anschließend schlug sie stilistische Änderungen vor. Da ich vermutlich keinen späteren Lektor haben werde, nahm ich einiges davon an.
Dann ließ ich meinen ursprünglichen Text von einem KI-Checker prüfen. Ergebnis: 60 Prozent angeblich KI-generiert. Dasselbe mit der überarbeiteten KI-Version: 100 Prozent!
Gut, dachte ich, war wohl zu erwarten.
Inzwischen habe ich akzeptiert, dass manche Formulierungen eben so und andere anders bewertet werden. Ich habe ohnehin nicht vor, einen Roman mit endlosen Passagen über zwanzigtägigen Schiffsalltag zwischen bemerkenswerten und weniger bemerkenswerten Wellenbergen zu schreiben. Die Leerstellen dazwischen möchte ich eher auslassen.
Ein Beispiel gefällig? Übergeredet.

Bleiben wir beim Vorwort. Die erste, fast unveränderte Version hat es ins Büchlein geschafft.
(Zitat)
Das Echo der fernen See
Es gibt Geräusche, die verlässt man nie ganz. Wenn man einmal das rhythmische Schlagen der Kurzwellensignale im Kopfhörer hatte, dieses trockene Klacken der Morsetaste und das tiefe, grollende Dröhnen eines Zweitakt-Dieselmotors, der sich durch die Dünung des Nordatlantiks stemmt, dann wird die Stille an Land zu einer Fremde.
Der Titel dieses Buches, SOS auf El Amal, mag wie der Name eines Schiffsunglücks klingen, wie ein Schrei nach Hilfe in dunkler Nacht. Und tatsächlich verbirgt sich dahinter ein Moment vor der Küste Marokkos, vierzehn Tage unter gleißender Sonne, die sich wie eine Ewigkeit in das Gedächtnis des Erzählers brannte Doch bevor wir an jene Küsten gelangen, müssen wir den Horizont erst einmal in seiner Gänze vermessen.
Diese Geschichte ist kein klassisches Logbuch. Es ist die Reise eines Mannes, der auszog, um die Wellen zu zählen, und am Ende die Tiefe der menschlichen Seele fand. Über zehn Jahre verbrachte er auf den Planken der großen Fischereischiffe, jenen schwimmenden Fabriken aus Stahl, die in der DDR der 80er Jahre Symbole für Stolz, Devisen und die einzige greifbare Freiheit waren. Es ist eine Route, die auf den Seekarten der Welt wie ein nervöses Zickzack-Muster wirkt: Sie beginnt an der “Roten Linie“ im eisigen Murmansk, führt durch das tobende Nordmeer, vorbei an den schroffen Klippen der Färöer und den nebelverhangenen Fanggründen vor Schottland. Sie überquert den tobenden Nordatlantik bis hin zu den legendären Grand Banks vor Neufundland, wo der Nebel so dick ist, dass man ihn mit dem Messer schneiden kann.

(Zitatende)

Doch auch ein zweiter Versuch wurde als weniger menschliche Schreibweise anerkannt.
(Zitat)
Das Echo der fernen See
Manche Geräusche vergisst man nie. Wer einmal das rhythmische Pochen der Kurzwellensignale im Kopfhörer gehört hat, das trockene Klicken einer Morsetaste und das dumpfe Dröhnen eines Zweitakt-Dieselmotors, der sich durch die Wellen des Nordatlantiks arbeitet, dem erscheint die Stille an Land irgendwann fremd.
Der Titel dieses Buches, SOS auf El Amal, klingt zunächst wie der Bericht über ein Schiffsunglück – wie ein Hilferuf aus dunkler Nacht auf offener See. Tatsächlich steckt dahinter ein Erlebnis vor der Küste Marokkos: vierzehn Tage unter erbarmungsloser Sonne, die sich tief in die Erinnerung des Erzählers eingebrannt haben. Doch bevor diese Küste erreicht wird, beginnt die Reise viel früher.
Dieses Buch ist kein gewöhnliches Logbuch. Es erzählt von einem Mann, der hinausfuhr, um auf See zu arbeiten, und dabei mehr über Menschen lernte als über den Ozean selbst. Über zehn Jahre verbrachte er auf den großen Fischereischiffen der DDR – schwimmende Stahlkolosse, zugleich Arbeitsplatz, Heimat auf Zeit und für viele Seeleute ein Stück Freiheit.
Die Route führt quer über den Nordatlantik und wirkt auf der Karte wie eine unruhige Linie zwischen den Fanggebieten der Welt. Sie beginnt im eisigen Murmansk an der „Roten Linie“, führt durch die raue See des Nordens, vorbei an den Färöern und den nebeligen Gewässern vor Schottland. Von dort geht es weiter über den Atlantik bis zu den legendären Grand Banks vor Neufundland, wo der Nebel manchmal so dicht ist, dass man glaubt, ihn greifen zu können.

(Zitatende)

Ein dritter Versuch erhält gar die höchste KI-Einstufung.
(Zitat)
Das Echo der fernen See
Es gibt Geräusche, die bleiben einem ein Leben lang im Kopf. Wer einmal nachts am Funk gesessen hat, das gleichmäßige Tacken der Morsezeichen im Kopfhörer hörte und darunter das tiefe Brummen eines alten Zweitakt-Diesels, der vergisst das nicht mehr. Nach Jahren auf See fühlt sich selbst die Ruhe an Land irgendwann ungewohnt an.
Der Titel “SOS auf El Amal” klingt nach Seenot, nach einem letzten Funkspruch irgendwo draußen im Dunkeln. Und ja – vor der marokkanischen Küste gab es diesen einen Einsatz, vierzehn Tage unter gnadenloser Sonne, der sich bis heute ins Gedächtnis eingebrannt hat. Aber die eigentliche Geschichte beginnt lange davor.
Dieses Buch ist kein trockenes Bordtagebuch. Es erzählt vom Alltag auf den großen Fischfangschiffen der DDR in den achtziger Jahren. Zehn Jahre lang war der Erzähler auf diesen Schiffen unterwegs – schwimmende Fabriken aus Stahl, eng, laut und oft wochenlang fern von jedem Hafen. Für viele bedeutete diese Arbeit harte Knochenarbeit, aber auch ein Stück Freiheit, das es an Land kaum gab.
Die Fahrten führten durch fast den ganzen Nordatlantik: hinaus nach Murmansk, durch die kalte See im Norden, vorbei an den Färöern und den Fanggebieten vor Schottland. Später ging es weiter bis zu den Grand Banks vor Neufundland. Dort hing der Nebel manchmal so dicht über dem Wasser, dass man das Gefühl hatte, die Welt endet ein paar Meter hinter der Reling.

(Zitatende)

Ein wenig genervt mach ich mich an einen letzten Test, weniger Dramatik, kaum Erhöhungen, eher Plappern als Erzählen. Überhaupt nicht mein Ding …
(Zitat)
Man gewöhnt sich an vieles auf See, aber manche Geräusche vergisst man nie. Das Klacken der Morsetaste gehörte dazu, genauso wie das dumpfe Brummen der Dieselmotoren, das Tag und Nacht durchs Schiff ging. Nach Monaten auf Fangfahrt kam einem die Ruhe an Land manchmal seltsam vor.
Der Titel “SOS auf El Amal” erinnert an einen Notruf – und tatsächlich gab es vor der Küste Marokkos einen Einsatz, den der Erzähler nie vergessen hat. Vierzehn Tage in Hitze, Stress und Unsicherheit. Doch die eigentliche Geschichte beginnt viel früher.
Über zehn Jahre arbeitete er auf Fischereischiffen der DDR. Die Schiffe waren laut, eng und ständig in Bewegung. Gefahren wurde überall dort, wo Fanggründe lagen: im Nordmeer, bei den Färöern, vor Schottland und später auch draußen vor Neufundland. Dort konnte der Nebel so dicht werden, dass man manchmal kaum das eigene Vorschiff erkannte.

usw.
(Zitatende)
Diese eher ruhige Schreibweise erreicht zum Dank schließlich die höchste KI-Bewertung!
Ich gebe auf. Und akzeptiere.
Am Ende lass ich die Rechtschreibung und Grammatik ohnehin maschinell überprüfen. Mit dem Ergebnis, dass sich trotzdem Fehlerchen einschleichen.
In den 80ern, dort spielen die Geschichten, gab es keine KI. Alles muss man ihr beibringen! Sie ist nicht zu beneiden. Die, die keine Maschine sein möchte!

Das Büchlein liegt nun vor. Ein zweiter Teil folgt.
Altmodisch geschrieben, modern überprüft.
SOS auf El Amal – Ein Bilderbuch für Erwachsene

© Casus. 2026

Einmal Sinai und zurück

Wie ich zwei Tontafeln und drei Gebote in die Welt trug.

(frei nach Mose, ca. 14. Jh. v. Chr.)

KI-generiert

Es ist ein modernes Märchen und gerade deshalb wert zu berichten.
Eine Reise nach Ägypten, genauer auf die Halbinsel Sinai und hinauf zum Mosesberg (Gebel Musa, Navi-Adresse Saint Catherine, Dschanub Sina 8730062, Ägypten), ist ja auch heutzutage recht beschwerlich und mit allerlei Hürdenzeugs gespickt. Doch das hält nicht jeden ab, sie zu unternehmen.
Wir halten uns aber gar nicht erst mit der Hinreise auf, denn die Rückreise ist viel interessanter und vor allem sind es die Mitbringsel, von denen das Märchen erzählt.

Zwei Tontafeln habe ich überreicht bekommen und im Gegensatz zu Moses vor über 3.000 Jahren habe ich sie nicht zerbrochen und neu beschrieben, sondern im Original und wohlbehütet, am Zoll vorbei schmuggelnd, nach Hause geschleppt.
Nicht überrascht war ich dann, als die KI mir den übersetzten Text präsentierte, den ich euch nachfolgend ans Herz lege.
Eine neue Religion müssen wir damit nicht begründen, es gibt ja genug derer bereits. Es reicht, sich daran zu orientieren und zu halten. Wenn jeder nur an sich denkt, ist auch an alle gedacht (Zitat: I. H.)

Drei moderne Gebote für Frieden und Freiheit:

(1) Achte die Freiheit des anderen.
(2) Handle wahrhaftig.
(3) Schütze das Leben, menschlich und planetar.

zu 1. Achte die Freiheit und Würde jedes Menschen
Jeder Mensch hat das Recht, so zu leben, wie er möchte, solange er anderen nicht schadet.
Dieses Gebot bedeutet heute:

  • Keine Diskriminierung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Lebensstil
  • Respekt vor persönlichen Grenzen
  • Freiheit der Meinung, aber ohne Hass oder Gewalt
  • Anerkennung, dass niemand „mehr wert“ ist als ein anderer

Kernidee: Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer zerstört.


zu 2. Handle wahrhaftig und verantwortungsvoll
In einer Welt voller Manipulation, Fake News und digitaler Überflutung wäre ein Gebot der Wahrhaftigkeit extrem wertvoll.
Es fordert uns auf:

  • Keine bewusste Täuschung, kein Betrug
  • Ehrlichkeit in Beziehungen, Politik, Medien und Wirtschaft
  • Verantwortung für die Folgen des eigenen Handelns
  • Transparenz statt Hinterzimmer-Entscheidungen

Kernidee: Wahrheit schafft Vertrauen und ohne Vertrauen gibt es keinen Frieden.


zu 3. Schütze das Leben, Menschen, Tiere, Natur
Frieden ist nicht nur zwischen Menschen wichtig, sondern auch zwischen Mensch und Umwelt.
Dieses Gebot verlangt von uns:

  • Keine Gewalt gegen andere
  • Schutz der Schwachen
  • Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
  • Bewahrung der Natur für kommende Generationen

Kernidee: Wer Leben schützt, schützt Zukunft.


Warum nur drei Gebote?
Weil nicht alle Menschen bis 10 zählen können.
Weil drei klare Prinzipien stärker wirken als 50 Regeln.
Weil sie verständlich genug sind, um viele Situationen abzudecken, aber klar genug, um Orientierung zu geben.

Die Tontafeln sind nicht zu besichtigen, aber die Gebote einzuhalten.
Ende des Märchens.
Amen.

© Casus. 2026

Flori und Flämmchen auf Harzreise

(nicht nach Heinrich Heine)

Flori und Flämmchen auf Harzreise

Im Harz, im Moos, beim Silberquell,
zog Flori durch den Buchenhain,
mit Flämmchen, zart und blitzeklein,
ihr Fleckenkleid war goldig hell.

Sie krochen leis am Bach entlang,
durch nasses Laub und Wurzelstein,
der Regen sang im Tannenschein,
dazu der Wasserfäden Klang.

Am Hang stand eine Buche alt,
so hoch, als trüg sie Wolken sacht,
dort hielten beide Rast zur Nacht,
im grünen, kühlen Bergeswald.

Da glomm der Abend weich und rot,
ein Kauz flog über Fels und Kluft,
es duftete nach Harz und Luft,
nach Erde, Regen, Moos und Brot.

Herr Flori sprach: „Wie schön die Welt,
wenn man gemeinsam Wege find’t,
und selbst der wilde Brockenwind
uns leuchtet wie ein Sternenzelt.“

So wandern sie wohl immerzu,
durch Harz und Nebel, Bach und Stein,
stets Flori mit dem Flämmchen sein,
und nachts deckt sie der Waldfarn zu.

© Casus. 2026

Fotos:

Casus, 7. Mai 2026

Ägyptologie – Uni Leipzig (Literaturbericht, Zwei-Finger-Symbol)

Das Zwei-Finger-Amulett (-Symbol)

Wer ab und zu im Netz und vielleicht auf Instagram unterwegs ist und dabei (versehentlich!) auch eine der zahlreichen KI-Darstellungen und esotherisch-angehauchten Fragestellungen in Bezug auf das Alte Ägypten, vielleicht sogar auf die prädynastische, also die Vor-Pharaonenzeit stößt, der findet immer mal einen Hinweis auf seltsame Symbole, Fragmente oder Artefakte, deren Bedeutung schnell mit heute üblichen Dingen in Verbindung gebracht wird.
Hin und wieder versuche ich, das eine oder andere Mystische näher zu erläutern.

Beginnen wir mit dieser sog. Wandmalerei bzw. diesem Amulett.

Bildquelle

Instagram, farbliche Hervorhebung nachträglich.

Mystik? Templerei? Oder?

Ein Artefakt aus dem Grab Tutanchamuns hilft weiter, denn auch dort tauchte dieses Symbol als Amulett auf.
Es ist ein typisches Beispiel der altägyptischen Symbolik. Das Motiv der gekreuzten Finger (meist Mittel- und Zeigefinger) hat eine tiefe rituelle Bedeutung.

Das „Zwei-Finger-Amulett“

Es erscheint an Tempelwänden oft in rituellen Szenen (nicht immer gekreuzt, aber immer zwei Finger) oder als Amulett aus Stein, wie Obsidian und Basalt, dann in der Nähe von Mumien.

Die wichtigste Funktion war der magische Schutz des Leichnams, als während der Mumifizierung ein Schnitt an der linken Körperseite gesetzt wurde, um die (im Jenseits) nicht lebenswichtigen Organe zu entnehmen. Der Körper wurde damit versiegelt und unversehrt für die Ewigkeit (Djet).

Allgemeiner Konsens ist, dass damit die Finger des Gottes Anubis (der Schutzgott der Toten und der Einbalsamierer) dargestellt wurden. Anubis schützt und berührt den Verstorbenen, um dessen Wiedergeburt im Jenseits unversehrt zu sichern.

An Tempelwänden sieht man Götter oder Priester mit diesem Zeichen, wenn sie Opfer darbieten oder einen Segen aussprechen. Dann ist es ein Zeichen der Kraftübertragung und der rituellen Reinheit.

Bezug zur Gegenwart

In unserem modernen (westlichen) Kontext bedeuten die sog. crossed fingers ein Glücksbringen oder auch das Aufheben eines Versprechens, dann werden sie gern verdeckt hinter den Körper gehalten. Und das ist dann schon wieder bekannt, oder?

© Casus. 2026