»Der Politische Asche-Mittwoch« Folge 60 ‘Zeit ist Geld’
Der dümmste Spruch der Geldgeschichte! Ach nein, der Zeitgeschichte.
Sogar unser Bundespräsidentenbehördenpfarrer Gauck hat das erkannt. Die NPD bekommt weiterhin steuerfinanzierte Fördermittel und finanzielle Zuwendung aus diversen Haushaltstöpfen, zum Beispiel dem Wahlkampfertragssäckel und dem Abgeordnetenvergütungsgesetz. Solange dieses Geld in diese Richtung fließt, hat es Zeit mit einem Verbot menscheindlichen Gedankengutes und seinem NPD-genannten Sammelbecken.
Wenn das sogar der BP bemerkt!
Nichts bemerken werden dagegen die Ermittler im Korruptionsfall Wulff-Glaeseker.
“Polizei scheitert an Glaesekers Festplatte” tönt es aus der Staatsanwaltschaft, das Laufwerk sei verschlüsselt und auch nach Monaten nicht geknackt worden.
Offenbar gehen die Behörden hier genauso akribisch vor wie im NSU-Sumpf oder beim Aufklären von Schweizer Steuerfluchtkonten.
Noch nichts von Knoppix 11 gehört, meine Herren?
In der heimlichen Sachsenhauptstadt Leipzig, die zwar von fast allen Landesmitteln immer weniger zugunsten der Papierhauptstadt Dresden abbekommt, treibt das Gebaren um ein 6,5 Millionen Euro teures Freiheitsdenkmal immer buntere Herbstblüten. Nicht einmal die derzeitigen Rekordtemperaturen helfen beim Austrocknen.
So will der SPD-OhBehEmm überhaupt nicht mehr diskutieren und allein entscheiden, der im Podium rechts sitzende, parteilose, für die Linkspartei im Stadtrat agierende Kulturbürgermeister hält aus verschiedenen Beweggründen überhaupt nichts von einem Plebiszit (die ‘Zeit’ – siehe oben), die nicht-regierende FDP will zwischen drei Angeboten abstimmen lassen und der auch (noch)nicht-regierende CDU-Polizeioberste verlangt gleich eine Bürgerentscheidung ‘ob’ oder ‘ob nicht’…
Verkehrte Welt im Rathaus.
Auf jeden Fall gibt es ausreichend Gesprächsstoff für den Stammtisch und den nach Vau-Frauen, sogenannten Vrauen, Ausschau haltenden Vau-Bademeister.
Da sage noch einer, Politik sei langweilig und für nichts zu gebrauchen. Immerhin füllt sie das Sommerloch mit herzerfrischenden Nettigkeiten. Dafür sage ich an dieser Stelle einfach mal Danke!
(c)casus. 2012
Die Karikatur wurde mir freundlicherweise von Harm Bengen zur Verfügung gestellt.
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