­­»» Der Politische Asche-Mittwoch ««­ Folge 45 ‘NSU und die Crème’

Das geht so. Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich hole jetzt Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker wieder hervor. Macht es euch doch selbst, hier zB. youtube.

Weit gefehlt.
Gestern hat die Polizeidirektion Leipzig die aktuelle Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Und – Leipzig hat die Spitzenposition im sächsischen Landesvergleich verteidigt. Die Mitbewerber der etwas größeren Städte wie Dresden und Chemnitz konnten bei den Kriterien Drogenkriminalität, Wohnungseinbrüche und Raubstraftaten erfolgreich in die Schranken gewiesen werden. Wir sind und bleiben Spitze. Leipzig ist eben doch etwas Besonderes!
Das sieht die polizeiliche Führungsriege erfahrungsgemäß etwas anders und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, dagegen anzukämpfen.
So wurden in den letzten Wochen abgestellte Fahrzeuge auf zurückgebliebene Handys, Navigationsgeräte, Laptops und diverse andere persönliche Dinge hin erfasst und die Halter bekamen Post von der Polizei.
Ja doch, ich auch – und unser Fernsehen hatte davon Wind bekommen.

Was an dieser Stelle ja eher positiv zu bewerten ist, denn wie auch Bärbel in meinem facebook schon richtig bemerkte “dort, wo die Kameraden stehen, wird kaum ein Stiebitz um sie herum greifen”. Ist stark anzunehmen.

Aber wie gesagt, NSU ist nicht nur ein Cream-Song sondern derzeit viel mehr ein Problem der Nazijäger im sächsischen Wunderländle. Oder besser, sollte es sein. Denn wenn es nach der regierenden CDU und ihrem Zweiprozentpartner FDP geht, ist alles in bestem Lot. Als hätte es keine 10 Jahre währende Mordserie hier gegeben und als sei nicht bereits schon wieder fast ein Jahr ermittlungsschwach verstrichen. Sachsen braucht keinen Untersuchungsausschuss, so die Herren um Landesvater Tillich. – Ja, genau. Der Tillich, den in der vorgestrigen Pressekonferenz so manches “anpiepte”. Aber da wurden auf hochgestelltem Podium die Probleme des Landes auch als Erfolg und Vorbild für andere Bundesländer verkauft. Show me the neuen Politik-Stil.

Was bleibt?
Na, alles beim alten natürlich.
Demnächst bekomme ich dann möglicherweise Post aus Dresden und darf mein Parlament mit Noten von 1 bis 5 bewerten. Dabei mach ich das alle 4 Jahre schon. Bzw., ich verzichte drauf. Denn eine 5 hätte noch immer etwas Positives!
Das geht so nicht.
(c)casus.2012
Video: infoTV Leipzig


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