Einig sein im Recht auf Freiheit (‘Den EFSF aushebeln’, Teil 2)

Da hat er sie wohl still und heimlich unters Häuble gebracht, der Wolfgang, die nächste Stufe Rettungsschirm. Dabei weiß seit Möllemann doch jeder, dass ein Schirm nicht vor Freitod schützt. Ob er nun aufgeht und in der Sonne glänzt oder ob ein hinterrückser Bösewicht vorher den Hebel auf ‘AUS’ stellt.
Ein,auch gern mal zwei Billionen Euro, ein stolzes Sümmchen in Anbetracht der Handvoll Banken, die damit bis Weihnachten hinkommen müssen. Dann aber stehen die Jahresendboni an und der Wolfgang hat vorsichtshalber das rote Telefon schon mal auf Freisprechen und den Klingelpieps auf maximale Lautstärke gestellt, damit der Anruf aus der Bunkerzentrale der Deutschen Bank nur nicht überhört wird.
Ach mach dich doch vom Acker Mann!
Das Vokabular unser Volkszertreter Volksvertreter hat mittlerweile auch ohne früher so gern benutzte Amerkanismen ein Niveau erreicht, dem der deutsche Straßennormalo wenn überhaupt nur noch kopfschüttelnd folgen kann, und wohl bald nicht mehr will:
– Schuldenschnitt für Griechenland
– Schuldentragfähigkeit mit einer Reduktion von 21 Prozent
– Banklizenz für den EFSF
– keine Neubefassung des gesamten Bundestags nötig…
naja, und so weiter – wie bisher.
Zumindest im Schöpfen neuer Wortstrukturen halten unsere Wichtigtuer noch einigermaßen mit. Wenn auch nicht alle, das zeigen die Bedenken und ständigen Nachfragen der Hinterbänkler, wie neulich einige Teilnehmer der christlich demokratischen Fraktionssitzung. Immer wollen sie alles ganz genau wissen, alles hundertmal erklärt haben, sind einfach nicht stumm zu kriegen.
In der Schule nicht aufgepasst, seiner Oberlehrerin nicht richtig zugehört und sich dann im TV auch noch verplappert, so kommt FDP-General Lindner daher. Erst behauptet er: “…dass der angekündigte Finanzhebel, der den Euro-Rettungsschirm in den Billionen-Bereich erweitern soll, nicht kommen werde“, dann leichte Röte im 1,5%-Gesicht und verdutztes Illner-Blicken, schnell also nachgelegt:…”(dass der) Garantierahmen Deutschlands von 211 Milliarden Euro nicht erhöht würde“. Beruhigung in der illustren Gesprächsrunde, in der selbst der grüne Trittin eine eisige Mine zur Schau trägt und hin und wieder sich befleißigt, die Zuverlässigkeit seiner Partei bei der Rettung des Europapiers zu unterstreichen. Auf die Grünen ist halt Verlass. Die Pionierleiterin hat es mit Genugtuung in ihrem Handy gespeichert und sodann als SMS verschickt.
Der Empfänger der Nachricht? Fragen sie ihre Deutsche Telekom oder hacken sie den Bundestrojaner auf ihrem PC, die Daten sind gespeichert.
Fortsetzung folgt, mit Sicherheit!
(c)casus
Die Karikatur wurde mir freundlicherweise von Harm Bengen zur Verfügung gestellt.
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