Studieren In Leipzig; das lob’ ich mir!

(Leipzig) “ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute” wusste der Geheime Legationsrat Goethe sich gepflegt auszudrücken, als er in Auerbachs Keller dem frivolen Leben seiner Jugendjahre frönte. Doch nicht jeder, der heute in Leipzig studieren möchte, findet ein Käthchen Schönkopf in den heiligen Hallen des Genussgewölbes in Leipzigs Innenstadt.
Ganz im Gegenteil; Studieren ist heute eher der vorgezogene Arbeitsalltag, die neue Ausrichtung hin zum Bachalor ist eher industrie- denn wissenschaftsorientiert.
Auch die Leipziger Uni kann sich da keinen Sonderweg leisten und so muss der forschunginteressierte Studierwillige ergänzend einen Masterabschluss ins Auge fassen. Kein leichtes Unterfangen in Zeiten knapper eigener und knapper staatlicher Kassen, in Zeiten, wo Dank ruhig gestellter Studentenschaft die moralischen, ökonomischen und logisch finanziellen Mittel im Hochschulbereich Jahr für Jahr zusammengestrichen werden können.
Früher! Ja, früher, da war alles besser, sogar die Dummen waren dümmer und das aufmüpfige Studentenvolk musste eher mit Samthandschuhen angefasst werden. Nur nicht provozieren, stimmts Herr Johann Wolfgang?
Am 12. Oktober fand tradionell im Gewandhaus zu Leipzig die Feierliche Immatrikulation Wintersemester 2011/2012 der Universität Leipzig statt. Unglaubliche gut 30.000 Bewerbungen führten letztlich zu 6.000 Einschreibungen. Den Löwenanteil daran verbuchen die Rechtswissenschaften (in Leipzig nicht zulassungsbeschränkt) und die Fachrichtung Medizin (diese mit bundesweitem numerus clausus).
Im Bereich der Masterstudiengänge liegen auf den Top Two Psychologie und Betriebswirtschaftslehre.
Wie der StudentInnenrat (StuRa) dazu steht, das erfuhr rockradio.de im Gespräch mit Magdalene, Jakob und Assis.
[Uni Big Band – le prélude 2 (an der Kleinen Orgel Universitätsdirektor David Timm)]
Audio: Das Stück wurde an diesem Tag uraufgeführt und mein Dank an David und Mati für die exklusive Zustimmung zur Veröffentlichung.
Im Rahmen meiner Sendung memorygigs auf rockradio.de am 8. November gibt es einen ausführlicheren Bericht, dann auch mit O-Ton der Ansprachen an die Frischlinge der Erstsemester.
Die Karikatur wurde mir freundlicherweise von Harm Bengen zur Verfügung gestellt.
(c)casus. 2011
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