Atomkraft ist schwarzgelbrotgrün!

Offener Brief an meinen Wahlkreis-Bundestagsabgeordneten Herrn Wolfgang Tiefensee zum Abstimmungsverhalten "Atomkraft"

Hallo Herr Tiefensee,
Sie haben sich der Stimme enthalten beim linken Antrag ‘Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW’.
Noch vor wenigen Jahren hatten Sie politische Verantwortung für rund 600.000 Leipziger und kurz danach für 80 Millionen deutsche Verkehrsteilnehmer. Selbst nach dieser langen Zeit gelingt es dem stino Durchschnittsbürger, eine eigene Meinung zu entwickeln. Warum haben Sie keine?
Man kann nur FÜR oder GEGEN Atomstrom mit allen Konsequenzen sein; eine KEINE Stimme ist eine KEINE Meinung!
Wer KEINE Meinung hat, will KEINE Verantwortung übernehmen! Doch wozu dann Abgeordneter sein? Und wer sich einem Fraktionszwang unterordnet ist nicht mehr seinem Gewissen und seinen Wählern sondern einer fatal schiefen Deutungspolitik gehörig.
WIR haben SIE gewählt, WIR erwarten von IHNEN eine eigene Meinung.

2. Frage:
Wenn bundestaggewählte Politiker ganz offen einen Fraktionszwang pflegen, warum dürfen dann Tankstellenbetreiber und andere keine Preisabsprachen abhalten? Ist das GG in dieser Beziehung teilbar?

Meine Fragen sind durchaus ernst gemeint, sehr geehrter Herr Tiefensee, wenn auch etwas salopp geschrieben. Das sollte Sie von einer erwünschten Antwort nicht abhalten. Danke.


Link: abgeordnetenwatch.de mit Abstimmverhalten (PLZ 04347)


Entdecke mehr von cc_blog

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

3 Kommentare

  1. Harald

    Also Ausweiskopie ist nicht ausreichend. Besser noch die Geburtsurkunde und diese natürlich notariell beglaubigt und damit es grenzenlos wird mit Apostille bestätigen lassen.

    • casus

      Meinst du echt, Harald, ich sollte es überregional, vielleicht über den Umweg Den Haag, versuchen?
      Ich habe leider schon geantwortet und zwar so (Wortlaut):

      “Hallo zurueck,
      das muss ich jetzt sicher nicht verstehen? Oder?
      Mein Name steht in der mail, mein Wohnort auch, sogar der Wahlbezirk, bei dem ich mich uebrigens ausweisen musste. Dazu meine e-mail-Adresse mit einer dazugehoerigen website, die ein Impressum hat und eine Uebersicht ‘Kontakt / Team’, wo man mich aufgrund meines Names sogar ziemlich weit oben findet. Und ueber Ihre Forderungen hinaus sogar noch mit Foto.
      Um ganz ehrlich zu sein, reicht mir Ihre mail als Antwort.
      Vielleicht gefaellt mir diese Praxis und ich werde meine kuenftigen Gespraechs- und Interviewpartener auch zuerst nach ihrem Ausweis fragen 🙂
      Auf die Idee haette ich auch selbst kommen koennen, aber ich baue trotzdem keine Panzersperren um meinen kleinen Bundestag, weder aus Stahl und Beton noch aus ideellen Huerden.
      Das Hoffen auf mein Verstaendnis ist also unbegruendet.
      Gruß aus Leipzig
      casus”

  2. casus

    Hurra, ich habe eine Antwort! Naja, nicht die erhoffte, aber immerhin vom BG:
    Zitat (Auszug):
    “Guten Tag Casus Campari,
    vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Wolfgang Tiefensee über abgeordnetenwatch.de.
    Da es Zweifel bezüglich Ihrer Identität gibt, würden wir Sie bitten, uns diese anhand einer Ausweiskopie zu belegen. Mails ohne vollständige Angabe des Namens, also des Vor- und Nachnamen bzw. bei falscher Namensangabe, sowie Mails mit unklaren Angaben zum Wohnort werden nicht freigeschaltet. Damit wollen wir den Dialog zwischen Fragestellern und Abgeordneten auf gleicher Augenhöhe gewährleisten und einer möglichen, durch das Medium Internet bedingten Anonymität, vorbeugen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    [Name]
    (abgeordnetenwatch.de)”