Wenn der Urururenkel mit dem Großvater… NFC in der Praxis
Der moderne Bestatter setzt auf Nähe – Nahfeld-Kommunikation
So leicht wie dieser Satz ausgesprochen und niedergeschrieben ist, so tiefsinnig kann er interpretiert werden.
Das Bestattungswesen in seiner heutigen Form existiert erst seit wenigen Jahren und ist wie nahezu jede andere Dienstleistungsbranche ständiger Veränderung unterworfen.
Diese selbst zu gestalten und sich nicht von Strömungen und Auswüchsen abbringen zu lassen ist Aufgabe des Bestatters, wenn er denn seine Aufgabe als Dienst am Kunden auffasst. Zweifellos darf der ökonomische Aspekt seiner Arbeit nicht vernachlässigt werden; beides zusammen stellt eine große Herausforderung dar.
Die oben zitierte Nähe ist vielfältig zu verstehen.
In erster Linie denken wir natürlich an den direkten Kontakt zum Kunden, vom ersten Gespräch über die Bestattungsformalitäten bis hin zur abschließenden Beratung und dem nicht unwichtigen After Sales Service, also der Hinarbeit bis zum Folgevertrag.
Mit dem Einsatz moderner Medien und Technologien haben aber auch die Bestatter zusätzliche Möglichkeiten, die Trauer und die Erinnerung ihrer Kunden modifizierter und gezielter zu gestalten.
Stichworte wie Online-Anzeigen und Internet-Friedhof aber auch QR-Code und NFC- bzw. RFID-Technik sind längst kein rotes Tuch mehr. Hier gilt wie immer und überall; man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, aber lässt man eine Haltestelle aus, steht vielleicht dort die Postkutsche. Die Gefahr, dass gerade dort die Post abgeht, ist nicht unbegründet.
Marktübersicht, Standortanalyse, gesicherte Trends – spätestens hier muss der Bestatter ein offenes Ohr und ein waches Auge haben.
Stellen sie sich den konkreten Fall vor:
Ein idyllisch gelegener Friedhof mit langer und interessanter Geschichte, mit Grabsteinen und Tafeln der Erinnerung an bekannte und unbekannte Namen. Sie lesen die Inschriften und es kommt ihnen nicht alles unbekannt vor. Da war doch mal was…?
Sie greifen zum Smartphone, scannen den im Grabstein eingelassenen NFC-Chip und haben Zugang zu Informationen, Bildern und auch Videos, die Auskunft zum Leben und Wirken der Person geben, die hier ihre letzte Ruhe gefunden hat.
Science fiction? – Mitnichten. Aktuelle Realität.
Der Urenkel kommt zum ersten Mal am Grab lange verstorbener Verwandter vorbei und kann auf gleiche Weise den Lebensweg der Familie und natürlich auch völlig fremder Menschen nachvollziehen. Nichts ist aktueller als unsere Geschichte!
Die Technik ist das eine, der verantwortungsvolle Umgang die Kehrseite der Medaille.
Hier haben wir mit großer Wahrscheinlichkeit noch Nachholebedarf. Doch mit dem großflächigen Einsatz von Near Field Communication (NFC) und anderen technischen Hilfsmitteln, denken wir nur an Bezahlsysteme und Zugangssoftware, die alle auf gleicher oder ähnlicher Basis beruhen, wird das Wissen um die Möglichkeiten und das Nutzen im Alltag nichts besonderes mehr sein.
Wir werden QR-Codes, RFID- und NFC-Technik verwenden, wie wir heute den Fernseher einschalten oder die Tochter in Amerika anrufen.
Für mehr Informationen zum Einsatz von NFC in ihrem geschäftlichen Umfeld und gern auch im Bestattungswesen fragen sie einfach nach, schicken eine e-mail oder hinterlassen einen Kommentar unter diesem Beitrag.
(c)casus. 2012
Bild: obs/LTM Leipzig GmbH
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