Der Politische Asche-Mittwoch, Folge 41 ‘Meine Damen und Herren, liebe Neger’

“Meine Damen und Herren, liebe Neger”
Große Worte unseres großen Bundespräsidenten. Nein, Herr Wulff ist nicht gemeint, da steht ja was von “groß”. Heinrich Lübke rutschte das in seiner Amtszeit bei einem Staatsbesuch in Afrika heraus. Wie er überhaupt für stilistische Kostbarkeiten bekannt und beliebt war. Auch englisch war noch nie erste Spielwiese einger oberster Staatsdiener. “Equal goes it loose” für “Gleich gehts los”, naja, warum nicht?
Eins hat der alte Lübke aber eher nicht gemacht; er hat die Leute um sich herum nicht verarscht (glaub’ ich jedenfalls). Das bleibt der Gegenwart vorbehalten!

Die selbsternannten Freiheitsbringer all over the world sind ja drauf und dran, endlich den Iran zu befrieden. Nach dem verheerenden Einsatz in Afghanistan wird der nächste Waffen- und Truppenübungsplatz benötigt. Das Problem nur, der Iran ist um ein Vielfaches flächengrößer. Also möglichst gleich ein paar Jahre mehr einplanen.
Sind wir tatsächlich diesem Treiben gegenüber ohnmächtig? Lassen wir uns diese verlogene und menschheitsverachtende Aggressionspolitik immer und immer wieder gefallen?

Wer ihn noch nicht kennt, der sollte sich an dieser Stelle nach dem Abendbrot mal ins Sofa fallen lassen und – nein, nicht die alltägliche Soap-Soße konsumieren. Schaut euch mal die 92-Minuten-Doku Deadly Dust (Todesstaub) von Frieder Wagner an. Der Film entstand, soviel ich weiß, im Auftrag des Deutschen Fernsehens, wurde aber nie ausgestrahlt. Auch findet sich kein Verleiher, der ihn auf die Kinoliste setzt. Schon alleine das gibt zu denken.
Ihr findet den kompletten Streifen entweder als lizenzfreien download auf diversen Trackern oder auch bei youtube. Hier zum Beispiel: http://youtu.be/GTRaf23TCUI

Würde mich freuen, wenn wir hinterher darüber diskutieren können.
Wir haben nur diese eine Welt und nicht einmal das, sie gehört uns nicht, wir sind Gast, für einen klitzekleinen, begrenzten Zeitraum “meine Damen und Herren, liebe Neger”.

Zurück bleibt ein nachdenklicher
(c)casus.2012
Vorsicht, kaum Satire! Nicht verbrennen.

Die Karikatur wurde mir freundlicherweise auch in 2012 von Harm Bengen zur Verfügung gestellt.


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